Das Eigenheim versichern

Hauseigentümer benötigen einige Versicherungen grundsätzlich, andere hängen davon ab, ob sie das Haus selbst bewohnen oder vermieten. Manche Versicherung sind auch ein Kann, kein Muss. Prinzipiell muss sich der Eigentümer einer Immobilie vor Schäden an seinem Eigentum, vor Haftungsansprüchen und vor Rechtsstreitigkeiten schützen.

Die Gebäudeversicherung


Diese ist unerlässlich. Sie schützt, wenn ein Sturm das Dach zerstört oder ein Wasserrohr bricht. Die Gebäudeversicherung ist sehr umfassend und kann den Bedingungen des Standortes angepasst werden, zum Beispiel in Hochwasserregionen, zudem ist sie preiswert. Sie kann um wichtige Leistungen erweitert oder ergänzt werden, zum Beispiel die Öltankversicherung, die gegen die Schäden durch auslaufendes Heizöl schützt. Sollten in einem Mehrfamilienhaus verschiedene Parteien als Eigentümer wohnen, stellt die Hausverwaltung die Gebäudeversicherung, die Parteien entscheiden gemeinsam über den Gebäudeschutz. Im Einzelnen schützt die Gebäudeversicherung vor den finanziellen Folgen von Schäden durch Feuer, Sturm und Hagel, Leitungswasser, Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdrutsche und Erdbeben, Flugzeugabstürze sowie Vandalismus. Auch der Bruch der Außenverglasung ist damit versichert. Die Versicherungsgesellschaft stuft das Gefahrenrisiko speziell ein. Gebäude in Hochwasserregionen können nicht so preiswert gegen Überschwemmungen versichert werden wie Immobilien und relativ ungefährdeten Lagen.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, Vermieterrechtsschutz

Wer ein Haus vermietet oder ein nicht bebautes Grundstück besitzt, benötigt die Haftpflichtversicherung. Sie schützt vor den finanziellen Folgen der Haftung, die sich aus Schäden im Zusammenhang mit dem Haus und dem Grundstück ergeben. Gesetzlich ist dies im § 836 BGB geregelt. Sollte beispielsweise während eines Sturms sich etwas vom Haus lösen und ein Nachbargrundstück beschädigen, sollten Mieter des eigenen Hauses durch Gebäudeeinwirkung Schäden erleiden, sollte auf dem Grundstück jemand in eine Grube fallen, steht diese Versicherung ein. Ebenso schützt sie den Eigentümer vor Schadensersatzansprüchen wegen mangelnder Beräumung, Verkehrssicherheit oder auslaufenden Kraftstoffen. Grundsätzlich kann er mit der Schneeberäumung die Mieter beauftragen, im Haftungsfall ist er jedoch selbst verantwortlich. Bei unbebauten Grundstücken kann das noch wichtiger werden, hier bestehen Gefahren zum Beispiel, weil Kinder auf dem Grundstück spielen. Wer sein Eigenheim vermietet, sollte eine Rechtsschutzversicherung für Vermieter abschließen. Auseinandersetzungen mit Mietern können langwierig und zermürbend, vor allem aber teuer sein.

Privathaftpflicht

Wenn Sie Ihr Eigenheim selbst bewohnen, ist die Privathaftpflicht als Alternative zur Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht zu empfehlen, weil Sie in die Privathaftpflicht in der Regel weitere Dinge mit einschließen können. Sie und Ihre Familie sind damit vor den Folgen von Schäden geschützt, die Sie selbst auch unwillentlich verursacht haben, also auch Schäden im Zusammenhang mit Ihrem Eigenheim. Die Privathaftpflicht wird aber mit einem breiten Leistungsspektrum abgeschlossen, Sie sind damit auch als Radfahrer gegen die Folgen selbst verschuldeter Unfälle versichert oder wenn Sie die teure Vase des Nachbarn beim Besuch aus Versehen herunterwerfen. Man empfiehlt hier einen breiten Deckungsumfang, der als Eigenheimbesitzer besonders auf die mit der Immobilie im Zusammenhang stehenden Risiken ein besonderes Augenmerk legt.

Die Hausratversicherung

Mit der Hausratversicherung schützen Sie wie gewohnt Ihren Hausrat, wenn Sie die Immobilie selbst bewohnen. Sie schützt Ihre in der Wohnung befindlichen Sachen gegen Feuer, Wasser, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus. Auch auf Reisen ist Ihr Hausrat für die Dauer von drei Monaten geschützt. Da die Gebäudeversicherung nur das Gebäude, nicht die darin befindlichen Sachen schützt, benötigen Sie also die Hausrat ebenso wie jeder Mensch, der über einen Hausstand verfügt.

Eine Haushalts-Glasversicherung?

Diese wird manchmal empfohlen, sie schützt alles Gläserne im Innenbereich, also Lampen, Vitrinen oder Glaseinsätze von Zimmertüren. Das Glas in den Außenfenstern ist durch die Gebäudeversicherung geschützt, auch die Hausratversicherung kann Glasbruch mit einschließen. Daher raten einige Experten von der Glasversicherung ab, sie könnte mehr kosten als die Schäden, wenn man deren Häufigkeit im Innenbereich überrechnet. Sie kann Sinn machen, wenn Sie ein Induktionskochfeld (Ceran) haben und dieses in die Glasversicherung eingeschlossen ist.