Zelte mit Comfort

Seit der Frühzeit der Menschheit zählt das Wohnen zu ihren Grundbedürfnissen. Urformen von Behausungen wie Höhlen, Erdhöhlen und zeltartige Bedachungen boten halbwegs Schutz vor wilden Tieren, Wind, Hitze, Kälte, Nässe, Schnee und Frost. Mit Aufgabe des Nomadentums und Hinwendung zu Ackerbau und Viehzucht machten sie unverrückbaren Hütten und Häusern Platz. Neben Rückzugsort in Intimität und Privatsphäre oder Heimstätte für ausgewählte Gemeinschaft und Familie, neben der Möglichkeit des Lagerns und Zubereitens von Nahrungsmitteln diente und dient das Wohnen dem Bedürfnis nach Sicherheit, Existenz, Heimat und Identifikation. Mit Entwicklung gesellschaftlicher Hierarchien nahmen Wohnungen zunehmend individuelle Gestaltung an, entwickelten sich zu Orten der Repräsentation.

Schlafen mit den Sternen unterm Himmelszelt

So wurden Wohnungen nach und nach zu weitaus mehr als nur einem Dach über dem Kopf. Sie spiegeln Reichtum und Macht, Ansehen und Prestige, Geist, Stil, Mode und Trends, Individualität und Persönlichkeit ihrer Inhaber. „Völker wie Personen verkörpern in ihren Wohnräumen ihren Charakter”, fasst der österreichische Erzähler und Dichter Peter Rosegger zusammen. Davon ausgenommen ist zunehmend auch nicht das mobile Wohnen: raus aus der Zivilisation – rein in die Natur. Campen ist Abenteuer, Ausbruch und Aufbruch. Bedeutet Schlafen mit den Sternen unmittelbar unterm Himmelszelt. Bis auf das so genannte Survival-Campen mit lediglich rudimentärer Ausrüstung wie Zelt, Schlafsack und Kochgeschirr setzt sich das Übernachten in luxuriösen mobilen „Behausungen“ durch. Ob in landschaftlich reizvollen Gegenden wie Nationalparks oder auf Campingplätzen mit modernsten sanitären und elektrischen Versorgungseinrichtungen sowie Supermärkten, Schwimmbad, Restaurants, Fernseh- und Internetanschluss zuzüglich Freizeitangeboten: Preisgünstiger als im Hotel ist Campen allemal, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Was bei der Wahl des Zeltes zu berücksichtigen ist

Handelt es sich um einen kurzen Aufenthalt in den Bergen oder einen längeren am Strand? Um den Romantiktrip zu zweit oder um Ferien mit der ganzen Familie? Nicht zu vergessen sind Anzahl und Körpergröße derer, die darin wohnen wollen. Schließlich sollte sich ein Jeder ohne Einschränkungen bewegen und liegen können, insbesondere, wenn auf dem Campingplatz mehr Zeit im Zelt zugebracht wird als vergleichsweise auf einer Trekkingtour. Von daher ist auf Stehhöhe zu achten. Welche klimatischen Bedingungen werden vorherrschen? Das Zelt muss ausreichenden Schutz vor Regen, Schnee, Wind, Sand oder Hitze bieten. Es muss stabil, rasch und übersichtlich aufzubauen sowie gleichzeitig von geringem Gewicht und kleinem Packmaß sein. Garantiert trockene Schlafplätze durch eine wasserdichte, festverbundene Bodenplane, ein großer Vorraum für Gepäck, Aufbewahrungsmöglichkeiten und Bestuhlung sowie Belüftung und Einzelkabinen für gegebenenfalls individuelle Bedürfnisse nach Privatsphäre sind ebenfalls wichtig. Ebenso sind transparente und zugleich verschließbare Zeltelemente nicht zu vernachlässigen, um Tageslicht bei Bedarf einzulassen und des Nachts Intimsphäre zu gewährleisten. Bei Kurzurlaub oder Campen mit Seltenheitswert reicht ein PU-beschichtetes Zelt. Dauer- oder Häufigcampern indes ist ein Zelt mit deutlich reißfesterer und UV-beständigerer SI-Beschichtung angeraten, das im wohlsortierten Zelt Shop erhältlich ist. Diese Faktoren sind bei der Wahl des Zeltes vorab zu berücksichtigen.

Unterschiedliche Arten des Campens mit Comfort

Zelte mit Comfort lassen sich komplett luxuriös ausstatten. Nicht unerheblich sind hierbei ein großes Vordach als Sonnenschutz und für Liegestühle sowie ein Vorzelt. Dieses sollte fest mit einem Bodenbelag verbunden sein, um bei einem Wettertief nicht im Regen sitzen zu müssen. Hier lassen sich ausklappbare Kommoden zur Aufbewahrung von Gläsern und Geschirr sowie Lebensmittelvorräte, Gaskocher und Kühlschrank unterbringen. Ebenso Fernseher und Radio, das Spielzeug der Kinder. Am besten eignet sich ein geräumiges Haus- oder Bungalowzelt, das Platz bietet für umfangreiches Inventar, abgeteilte Schlafkabinen sowie Ventilatoren für Kühlung und somit besseres Raum- und Schlafklima. Eine weitere Möglichkeit des Campens mit Comfort bieten Autodachzelte, die wie normale Gepäckträger auf dem Autodach befestigt werden. Sie lassen sich automatisch aufbauen, indem sie seitlich vom Fahrzeug herunterklappen. So entsteht mit wenigen Handgriffen ein geräumiger Wohnraum – mit einem bequemen Bett auf dem Autodach. Luxus pur sind Zeltanhänger, so genannte Faltcaravans – zu DDR-Zeiten „Klappfix“ geheißen. Dieweil das Zelt während der Fahrt zusammengefaltet auf dem Anhänger ruht, bleibt der komplette Laderaum frei für Gepäck und Ausrüstung. Auch eine Kücheneinheit lässt sich mühelos im Anhänger unterbringen. Faltcaravans zeichnen sich aus durch deutlich preiswertere Anschaffung und günstigeren Unterhalt als Wohnwagen oder Wohnmobil, sind aber wesentlich bequemer als herkömmliche Zelte. Zudem trotzen sie jeder Wetterlage – sogar sintflutartigem Regen, Orkanböen oder großer Hitze. Und sie lassen sich erweitern, sobald Bedarf durch Mehrzahl an Personen besteht. In Holland etwa gehören sie längst zum Landschaftsbild. Nicht zuletzt die Niederländer haben beigetragen zur großen Modewelle “Campen mit Comfort”.